Geschrieben in Events & On Tour von fadpfinder |
[fad] Lange ist hier nichts mehr passiert und viele warten wahrscheinlich schon darauf. Hier ist er nun: Der kleine Bericht von der Stadtmeisterschaft 2009
Alles begann vor ein paar Monaten. Anders als in den letzten Jahren wurde dieses Mal bereits in der Anmeldephase einiges von den potentiellen Teilnehmerteams gefordert. Dies hatte auch seinen Grund. Aufgrund der großen Nachfrage sollten es nicht automatisch die schnellsten 18 in die Auswahl schaffen, nein, diesmal sollte den 18 hellsten Köpfen die Tür zum Stadtmeister 2009 offen stehen.
Aufgabe war es fünf Knobeleien zu entschlüsseln, wobei mit fortschreitender Zeit die zu vergebenen Punkte abnahmen. Dank der gut organisierten Hildesheimer Cachergemeinde zogen wir auf dem zwölften Platz ins „Finale“. Doch bevor es letztes Wochenende losgehen konnte, gab es noch zwei Probleme zu lösen. Nämlich Teamausfälle. Wir beriefen eine Sondersitzung ein und wählten in Rahmen der großen “Team Hildesheim sucht die Superpraktikanten”-Show unter den zahllosen Bewerbern zwei, wie sich später noch herausstellen sollte sehr gute, Ersatzmänner aus: WHAKA und Salzmeister. Nachdem sie wochenlang unser hartes Trainingsprogramm durchgezogen hatten, war es dann am letzten Freitag soweit.
In den frühen Morgenstunden rollte der gelbe Teambus mit Sigi0815und fadpfinder im Cockpit und den beiden Praktikanten WHAKA und Salzmeister auf der Rückbank in Richtung Melle in OWL.
Der Weg war an sich nicht lang. Das Navi spukte bei seiner Berechnung knappe zwei Stunden Fahrzeit heraus. Aber da HansHans und Co den Cacherkoeffizienten nicht mit einbeziehen, lag die Realfahrzeit bei knappen acht Stunden. Dafür sahen wir aber auch nicht nur Autobahnasphalt und konnten an idyllischen Plätzchen die ein oder andere Brot- bzw. Bockwurstzeit einlegen.
Pünktlich zur Anreisezeit erreichten wir mit ein paar Caches mehr auf dem Konto und stark erhöhtem Cholesterinspiegel die Basis für unser Wochenende. Ein weiträumiger aber dennoch gut überschaubarer Jugendzeltplatz bot den Teilnehmern genügend Platz, um ihre Behausungen aufzustellen. Vom mehrstöckigen Familienzelt bis zur umgebauten IKEA-Tüte war an Zeltkonstruktionen alles zu finden. Auch ¾ vom gerade eingetroffenen Team Hildesheim errichteten ihr Lager. Hierbei ist zu erwähnen, dass die eben beschriebene mutierte IKEA-Tüte WHAKA für die nächsten zwei Nächte Unterschlupf bieten und viel Gelächter bescheren sollte. Als die Zelte standen erkundeten wir den Platz und gesellten uns zu den Mitstreitern. Bald darauf traf auch das schon sehnsüchtig erwartete Support&Catering Mobil von Droque ein, der extra noch ein paar Liter kühles Weizenbier in Hamburg getankt hatte. Wir waren also komplett. Das Wochenende konnte beginnen!
Bereits am ersten Abend lief unser Team zu Höchstformen auf (soweit wir das selbst beurteilen konnten). Nach ein paar Gläschen griff unser Teambarde Droque zur Leier und wurde schon bald darauf von einem fünfstimmig singenden Quartet begleitet. Das Songrepertoire war zwar nicht sehr umfangreich, aber genau das sorgte wohl dafür, dass am nächsten Morgen bereits aus den Duschkabinen ohrwurmähnliche Klänge tönten. Somit wäre der ersten Abend zur Freude aller Außenstehenden schnell abgehandelt.
Die Nacht war kurz. Nach einer warmen Dusche wurde sich aufs Frühstücksbuffet gestürzt. Aber wo war der Kaffee?! Ein Engpass in der Lebenselixierherstellung. Das bedeute für die ersten schon das endgültige Aus. Während wir unser Frühstück genossen, krochen auch langsam die Cacher aus den umliegenden Regionen aus ihren Zelten und nahmen am „Gewinnertisch“ Platz oder wünschten uns mit den Liedern des gestrigen Abends einen guten Morgen.
Um halb Zehn gab es ein kurzes Briefing für die Teamleiter und um 10:00 Uhr erklang der Startschuss. An insgesamt 9 Stationen mussten wir unser Können unter Beweis stellen. Mit guter Kondition fing es an. Eigentlich ein einfacher Tradi, 15 Minuten Zeit. Klingt nicht schlimm. War er aber;) An einem steilen Hang quer durch den Wald. Unser Ziel: Eine Dose, die ein Codewort beinhaltete, welches wir am Start durchsagen mussten. Auf dem Weg zum Final ließen wir WHAKA mit Funkgerät und Handy zurück. Dank dieser Taktik und Droques enormen Laufkünsten gelang es uns den Zeitrahmen einzuhalten. Jede Sekunde darüber hätte 3 Punkte Abzug von anfänglich 1000 bedeutet. Zusätzlich gab es für jeden geöffneten Hint, der an einigen Stationen zur Beschreibung gereicht wurde, Abzüge.
Völlig erschöpft machten wir uns auf zum nächsten Cache. Gleich zu Beginn solch ein Hammer. Wenn das so weitergeht… Die darauf folgenden Caches erforderten zwar keine großen Höhenüberwindungen, jedoch musste aufgrund des knapp gesteckten Zeitrahmens eigentlich durchgängig gelaufen werden. Aber obwohl wir gleich beim zweiten Cache bis auf die Knochen von einem plötzlichen Regenguss aufgeweicht wurden, schlugen wir uns wacker und auch die gute Laune konnte uns keiner nehmen.
An den weiteren Caches orientierten wir uns mit akustischer Funktechnik im Wald, Droque transportierte in schwindelerregender Höhe Sand von A nach B und Salzmeister sprang wie ein junges Reh durch den Wald, um am Ende das Final in den Händen zu halten.
Am Abend kehrten wir wieder im HQ ein. Der ein oder andere genoss erst einmal eine Dusche. Dann wurde sich um das leibliche Wohl gekümmert. Bei Gesprächen mit den Mitstreitern stellte sich heraus, dass es die Caches wohl wirklich in sich gehabt haben mussten und so landeten wir trotz drei nicht gefundener Dosen auf einem zufriedenstellenden achten Platz, vor zwei Hannöverschen und dem Braunschweiger Team.
Der Abend klang gemütlich am lodernden Lagerfeuer aus. Natürlich wieder mit lautstarkem Gesang bis in die frühen Morgenstunden.
Das Meisterschaftswochenende war von vorne bis hinten ein riesengroßer Spaß
Um es in Form des oft erwähnten Liedes auszudrücken:
Die Orga kann man nicht kopier’n.
Dem Meister woll’n wir gratulier’n.
Wir konnten uns durchwegs amüsier’n.
Aber Scheiße kann man nicht polier’n.
Dankeschön!
Weitere Ausführungen gibt es bei Bedarf auf dem nächsten Stammtisch