August
7th 2008
Auf der Suche nach dem weißen Gold

Geschrieben in News von A-Towner |

Folgenden Artikel fand ich in unserer guten alten Hildesheimer Allgemeinen:


Digitale Schnitzeljagd in der Altstadt und im Solebad / Werbung für Bad Salzdetfurths touristische Reize


Bad Salzdetfurth (ara). Auf digitale Schatzsuche können Ausflügler von heute an in Bad Salzdetfurth gehen. Mit tragbaren Navigationsgeräten, so groß wie Handys, steuern die Sucher Stationen an. An denen lösen sie knifflige Aufgaben, um den Zahlen-Code einer Schatzkiste im Solebad zu knacken.
Salz galt schon in der Antike als Götter-Geschenk. Steinsalzkristalle wurden vom Mittelalter an und bis ins 19. Jahrhundert als „weißes Gold“ bezeichnet, mit Edelsteinen aufgewogen. Da lag es für die Macher der neuen Schnitzeljagd nahe, den alten Begriff zum Titel der Suche zu machen, zumal der Abbau von Kalisalz an der Lamme über viele Jahre nicht wegzudenken war.
Mario und Paulina Herrmann, die die Kommunikationsagentur „pixelgarden“ in Hildesheim betreiben, haben sich die digitale Schnitzeljagd ausgedacht. Die geht auf das international bekannte „Geocaching“ (Geo bedeutet Erde und Cache geheimes Versteck) zurück. Für das „Geocaching“, die Suche nach deponierten Kostbarkeiten, begeistern sich inzwischen tausende Fans. Mithilfe elektronischer Wegweiser, die wie Navi-Systeme im Auto von Satelliten Signale empfangen, und einer Karte machen sich auch die Schatzsucher in Bad Salzdetfurth auf den Weg.
Die Ortungsgeräte bekommt man gegen ein Pfand – Personalausweis oder 150 Euro – im Solebad. Darüber hinaus ist die Schatzsuche kostenlos. „Los geht’s am Café Bambus, wo man auch die Schatzkarte erhält. Dort ist Start und Ziel“, erklärt Thomas Kasten von der Bad Salzdetfurther Stadtverwaltung. Die will mit der neuen Aktion Werbung für die touristischen Reize der Region machen. Also investierte die Stadt rund 7000 Euro in die Zusammenarbeit mit der Hildesheimer Kommunikationsagentur, die die Organisation der Schatzsuche auch in Hildesheim, Celle und weiteren Städten anpreist.
Angebissen haben schon mal die Bad Salzdetfurther. „Das ist eine tolle Sache“, glaubt Kasten. Der sagt, wie der Schatz gehoben wird: „Im Café Bambus bekommen die Teilnehmer die GPS-Geräte.“ Von den Sole-Thermen aus klappern sie zwölf Stationen ab, legen in drei bis vier Stunden rund vier Kilometer zurück und beantworten an verschiedenen, übers Stadtgebiet verstreuten Orten Fragen.
„Durch sie kann man einiges über unsere Gegend lernen“, wirbt Kasten für die Schnitzeljagd. So etwa wird gefragt, wie viele Koten (Siedehütten) einst an der Lamme standen oder wie viele Tonnen Kali anno 1889 täglich in Bad Salzdetfurth gefördert wurden. Über die Menge informiert eine Tafel an einer großen Seilscheibe. So können die Schatzsucher Station für Station Zahlen herausfinden, die sie immer näher zur großen Kiste im Solebad bringen. In der schlummern zum Beispiel Eintrittskarten fürs Solebad oder andere Gutscheine. Einen eigenen Schatz können Gruppen, die Geburtstag mal ganz anders feiern wollen, dort auch deponieren. Und keiner soll leer ausgehen, ein weißes Säckchen mit Bad Salzdetfurther Salz bekommt man mitsamt der Schatzkarte.
Die Jagd nach dem Schatz richtet sich an Menschen jeden Alters und soll der ganzen Familie Spaß machen. Spontane Interessenten sind willkommen. „Besser ist es jedoch, sich bei uns rechtzeitig anzumelden“, rät Silvia Metz, die mit ihrem Mann Jürgen das Café Bambus betreibt. Derzeit liegen fünf GPS-Geräte bereit, doch es sollen mehr werden. Wer mit ihnen nicht umgehen kann, bekommt eine Einweisung. Und wer die Orientierung trotz Schatzkarte verliert, kann eine Notrufnummer wählen: 0 50 63 / 46 29. Über die kann man sich auch anmelden.
Schatzsucher können sich an allen Tagen von 7.30 Uhr an auf den Weg machen. Spätester Beginn ist werktags um 16, an Wochenenden und Feiertagen um 14 Uhr. Die Sole-Therme hat bis 21.30 Uhr geöffnet.


Quelle: Hildesheimer Allgemeine Zeitung, Nr. 138, 06.08.2008, Seite 17

2 Kommentare zu “Auf der Suche nach dem weißen Gold”

  1. Team Hildesheim » Tourismuswerbung am 12 Aug 2008 um 15:03 # |

    [...] zu dem vor einigen Tagen erschienenen Artikel über eine Geocaching-Touristen-Aktion gibt es jetzt, wie es scheint, einen Promotion-Cache in der GC.com Datenbank. Was das wohl zu [...]

  2. Field Notes ohne Colorado - Team Hildesheim legt vor | DOSENFISCHER am 13 Aug 2008 um 16:36 # |

    [...] podcasten, sondern Euch die Seite des Teams Hildesheim schon jetzt ans Herz legen. Einmal, weil sie schöne Themen entdecken und darüber schreiben, noch mehr aber, weil man beim Team Hildesheim offenbar ein paar Software-Tüftler hat, die [...]

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